Voller Schwung in die Rückrunde

Beitrag von | 23.Januar 2018 | Kategorie: Allgemein, Lage der Eintracht
Foto: eintracht.com

Jeder kennt sie, keiner mag sie. Thomas Gottschalk? Nein, falsche Antwort. Die Rede ist selbstverständlich von der Winterpause. Der irrsinnige Transferwahnsinn nimmt in Europa seinen Lauf. Eintracht wurde in gewohnter Bescheidenheit bisher zweimal auf dem Transfermarkt aktiv, indem sie mit dem nächsten Big Foot aus Norwegen, called  „TingDanger“  und Georg Teigl vom FC Augsburg zweiJungs holte, die dem Trainer defensiv mehr Optionen geben. Doch heute ist mit Philipp Hofmann  endlich der erhoffte neue Stürmer gekommen. Losgeeist wurde er von der SpVgg Greuther Fürth, unterschrieben hat er einen Vertrag bis 2020. Willkommen in der Löwenstadt!

Nachdem sich das Gerücht um einen Wechsel von Fabian Klos die letzten Wochen hartnäckig hielt, kam er schlussendlich nicht zu Stande. Es wurde eine neue Lösung gefunden, die irgendwie wie ein Kompromiss erscheint. Mit dem ehemaligen deutschen U21-Nationalspieler verpflichtete Eintracht einen Mann, der in Deutschland bereits seine Treffsicherheit unter Beweis stellte, an dem aber die letzten beiden anderthalb Spielzeiten etwas vorbeiplätscherten. Sowohl in England im vorherigen Jahr, als auch in der aktuellen angebrochenen Spielzeit war er kaum torgefährlich. Die Gründe sind vielschichtig.

Alles in allem war die Notgedrungenheit einer Neuverpflichtung eine ungewöhnliche Situation, die die Verantwortlichen in der Vergangenheit gerade im Winter gerne gemieden haben. Stattdessen plante man langfristig und wilderte überwiegend auf dem skandinavischen Markt. Mit Hofmann holte Eintracht nun einen bulligen, deutschen Stürmer, der sicherlich noch ganz viel Potenzial hat. Ob seine Torflaute ausschließlich an ihm lag, ist unwahrscheinlich. Die millionenhohen Ablösen haben auch in der Championship (2. Liga Englands) Einzug gehalten, sodass die Konkurrenz bei seinem ehemaligen Arbeitgeber Brentford im Sturm qualitativ hochwertig war. Das letzte halbe halbe Jahr kickte er beim dezimierten Kleeblatt.. Auch hier war die Situation nicht einfach, denn die Fürther fanden bislang so gar nicht in die Spielzeit. Für einen entwicklungsfähigen Neuzugang, der zwar als absoluter Hoffnungsträger geholt wurde, allerdings vorher in England kaum Spielpraxis bekam, gibt es kaum undankbarere Aufgaben. Deswegen wird ihm die Besonnenheit des gesamten Eintracht-Umfelds helfen, wieder in die Spur zu finden.

Genug der Laberei, lasst die Korken knallen: es geht wieder los! Zu gut, dass wir direkt auf den FC Schnatterer treffen, unserem Lieblingsgegner von der Ostalb. Uns erwartet eine knackige Aufgabe, denn die Jungs von Frank Schmidt haben zuletzt wieder zurück zur „Heidenheim-DNA“ gefunden, wie ihr Cheftrainer den Spielstil gerne beschreibt und sind in unmittelbarer Gefahrenregion. Nach mittelmäßiger Vorbereitung ist uns die Generalprobe gegen Cottbus geglückt. Wie viel Rückschlüsse man generell aus Vorbereitungsergebnissen ziehen kann, sei mal dahingestellt.

Insgesamt ist es dennoch enorm wichtig, gut aus der Pause herauszukommen.

Der HSV hat das nicht geschafft und mit Metzger Bernd Hollerbach nun einen neuen Trainer geholt, der großes Talent dafür hat, Mannschaften in die zweite Liga zu führen. Das hat er in Würzburg eindrucksvoll bewiesen.

Mit Köln, Hamburg und Bremen sind prominente Vereine in der Verlosung, die zweite Liga im nächsten Jahr zu bereichern. Unsere Freunde aus Magdeburg, die leider 3-1 am Montagabend in Erfurt verloren, klopfen ebenfalls energisch am Tor zur Liga zwei. Es gibt also genug Gründe, um um die Klasse zu kämpfen und voller Schwung in die Rückrunde zu starten. Lasst es uns gemeinsam angehen.

Gegen Heidenheim, Aue und Lautern müssen Punkte her und die werden wir liefern. Alle zusammen für Blau und Gelb!

Autor

Moritz Fischer