Egal, wo du spielst, stehen wir hinter dir!

Beitrag von | 12.Oktober 2017 | Kategorie: Allgemein
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Es ist sportlich nach wie vor einiges im Argen bei uns. Die Handbremse ist bis Anschlag angezogen und wir kommen nicht von der Stelle. Eintracht macht zurzeit ähnlich Spaß wie sonntags arbeiten, Bahn fahren zu Zeiten von „Xavier“ oder aber auch der halbjährliche Zahnarztbesuch.„Woran hat‘s jelegen?“ Auf diese tiefsinnige und journalistisch höchst-investigative Frage gehe ich nun ein wenig genauer ein. Verein und Fans sind mitten in der pubertären Findungsphase. Keiner weiß, wo er genau steht, man ist wegen Kleinigkeiten schnell angepisst und größtenteils irgendwie total lustlos. Man geht halt hin, weil man das immer so macht, ohne Euphorie. Die Folge der Unzufriedenheit und der Tatsache, dass es nicht läuft wie gewünscht, ist Frust. Verständlich!

Neben einigen besorgten und sachlichen Kritikern gibt es leider zu viele, die ohnehin frustriert ins Stadion kommen und froh sind, wenn Eintracht verliert. Warum? So können sie einmal das Ventil aufdrehen, die Mannschaft schonungslos auspfeifen und müssen vor lauter Wut nicht in Nachbars Garten scheiß**.

Genauso gibt aber auch die anderen Eintracht-Fans. Die, die sich an kleinen Dingen hochziehen: Wie z. B. an dem Flitzer des letzten Heimspiels, der mit „Er hatte nur noch Schuhe an“ besungen wurde. Die sportlichen Unstimmigkeiten waren selten so harmlos wie zurzeit. Da wir aber in solchen Phasen schon immer mit überzeugender Selbstironie und absolutem Spaß an der Freude zu glänzen wussten, war man immer stolz Löwe zu sein. Egal, ob Liga 1,2 oder 3!

Wieder einmal hatte es unsere Truppe verpasst, nach einer tollen ersten Hälfte das Tor zu schießen und sich endlich mal für die gute Leistung zu belohnen. Dass die bisherige Punkteausbeute unzureichend und der Tabellenplatz mittelfristig unzufriedenstellend ist, steht außer Frage. Fairerweise und differenziert betrachtet muss man aber sagen, dass die Manschaft zurzeit viel Aufwand betreibt und wenig Ertrag am Ende bei rumkommt. Sie agiert unglücklich. Nach nun 9 Spielen, Platz 11 in der Tabelle und wenig Abstand auf die beiden Relegationsplätze nach oben und unten, sollten wir aufhören darüber zu reden, ob wir nun nach oben oder gucken sollten. Der Kredit der Mannschaft, die uns letztes Jahr fast in die erste Liga geschossen hat, darf noch lange, lange nicht verspielt sein.

Am Ende geht es um Fußball, unsere Leidenschaft und die 90 Minuten, in denen man nicht an irgendwelche Schwierigkeiten der restlichen Woche denkt. Wir geben uns der Sache voll hin und leben Eintracht bedingungslos. Das Gefühl, das Spiel am Ende zu gewinnen, ist so schön, dass man die ganze Woche davon zehren kann. Wir können unseren Teil als Fans dazu beitragen, indem wir die Mannschaft unterstützen. Sei es vor dem Fernseher, in der Kneipe oder in der Kurve. Ob lauthals oder still, ob klatschend, springend oder stehend. Egal!

Aber spart euch die Pfiffe für die Schirileistung und lasst uns in Duisburg wieder vom Europapokal singen, egal wie das Spiel ausgeht. Entweder bejubeln wir die Mannschaft nach einem überfälligen Sieg für ihre harte Arbeit. Oder wir bauen sie auf und klatschen ihr zu, wenn es mal wieder nicht reichen sollte und sagen ihr: „Jetzt erst recht! In Eintracht sind wir stark.“

Egal, wo du spielst, stehen wir hinter dir!

Autor

Moritz Fischer