Das besondere Spiel #1

Beitrag von | 09.Oktober 2017 | Kategorie: Das besondere Spiel
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Erste Ausgabe: KW 38

Wer hat gespielt?

FC Helsingör – FC Kopenhagen 0:4 (0:3), 5308 Zuschauer (etwa 2000 Gäste)Wie war das Spiel?

Aufsteiger trifft Champions League-Teilnehmer, das ist nicht nur in der bayern-dominierten Bundesliga leider oft eine klare Sache, sondern auch in Dänemarks “ALKA Super Liga”: Kopenhagen legt los wie die Feuerwehr, führt nach 33 Minuten 3:0. Für Helsingör geht es danach nur noch um die Ehre – und im weiteren Saisonverlauf für den erst 2005 gegründeten Fusionsklub in seinem ersten Erstligajahr wohl ohnehin nur noch um den Klassenerhalt.

Was ging auf den Rängen?

Leider etwas weniger, als gedacht. Zwar kamen die Hauptstadtfans zahlreich in das nicht weit entfernte Helsingör, offenbar aber mehr zum “In-der-Sonne-stehen” und weniger zum Supporten – oder nimmt man Helsingör beim FCK etwa nicht ernst? Die kleine Heimfanszene bemühte sich redlich, mehr als etwas Konfetti zum Intro bleibt auch nicht in Erinnerung.

Was kann das Stadion?

Eigentlich ein nettes Teil! Hat zwar auch mit dänischer erster Liga nicht viel zu tun – eine Tribüne, ein paar Stufen auf der Gegengerade und ein notdürftiger Stahlrohrgästeblock – aber irgendwie ist sowas ja auch kultig, Burghausen lässt grüßen. Und hier gibts dazu eine Aussicht auf den Öresund, die dortigen Schiffe und das dahinterliegende Helsingborg, also Schweden. Urlaubsfeeling!

Wie war die Anreise?

Wunderschön – und das trotz zwei Nächten im Nachtbus. Denn die fahren nach Dänemark zum Teil über die Rödbyfähre, deren Überfahrt im – ohnehin sehr günstigen – Fahrpreis inklusive ist. Duty-Freeshopping und erneutes Urlaubsfeeling an der Reeling also integriert, den kleinen Kulturzwischenstopp in Kopenhagen nimmt man zu einem Besuch im Szeneviertel Nyhaven natürlich auch gerne mit. Nur die Olsenbande fehlte!

Was gibts sonst noch zu sagen?

“Sein oder Nicht-Sein”, das ist hier die Frage. Ja, richtig aufgepasst – Hamlet wird hier zitiert und das aus gutem Grund: In der im Hafenbecken von Helsingör befindlichen Kronenburg soll der dänische Prinz einst gewirkt haben. Behauptet zumindest Shakespeare. Kulturuell also hohe Kunst, der Spielbesuch!

Fazit:

Dänemark geht immer!

 

 

Autor

Robin Koppelmann

freier Journalist, u.a. für die neue Braunschweiger Zeitung, abseits° Magazin, FanPresse-Sprecher, Fotograf im Innenraum des Eintracht-Stadions, Moderator der "Löwenrunde", Stadionsprecher der Eintracht U19 und U23 und nun auch bei brilleblaugelb.de