Diaspora

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Lebenszeichen aus der Eintracht-Diaspora

Beitrag von | Kategorie: Diaspora

Der Elfte im Elften um Elf Uhr Elf – der Beginn der sog. „fünften Jahreszeit im Rheinland“, dem Karneval. Für viele eine schier endlose Party, die erst mit dem Verbrennen des „Nubbels“, einer Strohpuppe, auf die alle begangenen Sünden der in den letzten Zügen liegenden Karnevalssession projiziert werden, endet. Für viele aber auch ein lediglich vorgeschobener Anlass, sich wochenlang noch sinnloser als sonst zu besaufen (als Kölner Zweitliga-Fan muss man sich die Realität halt schön trinken), dumme Lieder zu singen (auch das ist dem Kölner Zweitliga-Fan nicht fremd) und Kerle respektive Weiber abzugreifen. Weiterlesen

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Lebenszeichen aus der Eintracht-Diaspora

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Freunde kann man sich aussuchen. Manchmal stehen aber von Anfang an unüberbrückbare Dissonanzen dazwischen.

Meine Nachbarin hat keine Ahnung von Fußball. Seit drei Jahren jobbt sie trotz Ruhestand im VIP-Bereich des Müngersdoofer Stadions. Sie räumt für die Bonzen Gläser und Teller ab, bringt frischen Sekt (Champagner kann man sich in der 2. Liga nicht leisten) und fragt stets freundlich lächelnd, ob denn für die sehr verehrten Gäste alles zufriedenstellend sei. Obwohl sie oft betont, dass sie nur ihren Job mache und ihr der Verein egal sei, ertappe ich sie dafür zu häufig beim Lamentieren über blöde Schiris, bösen Gästefans („Die machen UNSER Stadion kaputt!“) und dem Loben der netten Vereinsverantwortlichen, die ihr im VIP-Bereich bisweilen ein laues „Hallo“ zuraunzen, was sie total supi findet. Dazu gibt’s ab und zu mal ein paar Flaschen FC-Sekt (halbtrocken) geschenkt, den sie dann allen Bewohnern unseres Mietshauses regelmäßig an Silvester oder zu Geburtstagsfeiern kredenzt. Zum Glück muss man ja nicht jede Plörre schlucken… Weiterlesen

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Lebenszeichen aus der Eintracht-Diaspora

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„Bitte folgen“, steht in blinkenden Lettern auf dem Dach des blau-weißen Autos vor mir. Nanu? Doch Schlangenlinien gefahren? Dabei hab ich mich so bemüht…
„Wissen Sie, warum wir Sie angehalten haben?“ Na, vielleicht um mir nachträglich für die großartige Leistung der Blau-Gelben in der bisherigen Saison zu gratulieren?
„Sehen Sie überhaupt was?“ Gute Frage. Aber eigentlich schon. Außerdem waren es doch nur vier Kölsch. Und die Kontaktlinsen sind auch noch drin. Also von meiner Seite aus alles okay.
„Ihr rechtes Licht ist defekt. Machen Sie mal bitte Stand- und Fernlicht an!“  Hmm, das funktioniert beides. Hab ich echt nicht bemerkt.
Ich hab wirklich genug gesehen. Verhilft Kölsch doch zum besseren Durchblick?„Wir belassen es bei einer mündlichen Verwarnung, wenn Sie uns versprechen, das gleich morgen reparieren zu lassen.”
Aber sicher doch, Herr Schutzmann! Weiterlesen

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Immer wieder diese vermaledeite Parkplatzsuche!

Es ist fast täglich das gleiche stumpfsinnige Ritual zwischen 17 und 19 Uhr: Du findest hier in meiner Wohnstraße einfach keinen Abstellplatz für meinen vierreifigen und mit blau-gelben Aufstiegs-Devotionalien verzierten Freund. Ist doch bestimmt böse Absicht aller Nachbarn, denn ihre mit Springbock-Aufklebern verunstalteten Vehikel haben selbstverständlich alle Parktaschen und sonstigen Bürgersteige bereits besetzt. Alles zweifellos nur die Retourkutsche, wenn ich erst hupend, dann freudig zu ihnen rüberwinkend an roten Ampeln neben ihnen stehe. Hinterfragen sie dann verdutzt, was das soll, erkundige ich mich mal nach dem schnellsten Weg nach Gelsenkirchen oder mal nach der schönsten Route gen Nürnberg. Um mir dann selbst umgehend die Antwort zu geben: „Ach nee, kannst du ja gar nicht wissen. Du bist ja Zweitliga-Fan!“ Herrlich – ich genieße tagtäglich diese Erstliga-Zeit!! Weiterlesen