Blutgrätsche: Heiden… *hust*… heim

Beitrag von | 08.August 2014 | Kategorie: Blutgrätsche
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Neue Kolumne: Das etwas andere Porträt des Gegners
Das Düsseldorf-Bashing hab ich mir gleich mal gespart. Nee, Moment: „Ihr seid auch nicht besser als Köln!“ So. Das war leicht. Also kann ich gleich zum zweiten Spieltag übergehen. Zu Heiden…wer? Ey, muss ich kurz google-mapen. Passiert. Und… oh Gott. Das macht es auch nicht besser. Selbst der Fuchs hat sich geweigert, dem Hasen dort gute Nacht zu sagen und ist viel lieber in eine schicke Eigentumswohnung bei Wanne Eickel gezogen.

Mal ehrlich. Selbst die Mutter von Heidenheim weiß nicht, wie Heidenheim eigentlich aussieht. Vermutlich hat sie die Wahl gehabt: Entweder der kleine Heidenheim gründet einen Sportverein oder man bindet ihm ein Stück Fleischfrikadelle um, damit er wenigstens zu Mettigel-Partys eingeladen wird.

Und jetzt kommt das kleine Heidenheim am Samstag extra die 20.000 Kilometer gen Norden gejuckelt, um mal müde mit den Zähnen zu fletschen. Von der Fahrt müde. Vom Anblick der großen Stadt müde. Müde, weil es einfach Heidenheim ist. Man sollte ihn eigentlich mal kräftig in die Arme nehmen – den Heidenheim-Fan an sich. Und während er noch in ein blau-gelbes Taschentuch, so groß wie ein Heidenheimer Vorort, schnäuzt, säuselt man ihm verständnisvoll ins Ohr: “Wenn ich du wär’, dann wär’ ich auch lieber Braunschweiger!”

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