Mach dich schick, LieBSte

Beitrag von Moritz Fischer | Kategorie: Lage der Eintracht

Seit meinem letzten Bericht ist Einiges passiert. Inhaltlich ging es damals vor dem 3:3-Unentschieden in Wiesbaden darum, wie lange der blau-gelbe Geduldsfaden noch hält. Dem verschenkten Sieg in der hessischen Landeshauptstadt hielt er noch stand, genau wie dem Pokalaus gegen die alte Dame aus Berlin, die übrigens genau wie solche gespielt hat. Die anschließenden beiden Spiele gingen gegen Fortuna Köln und Unterhaching in Summe mit 0:5 verloren und die Kacke ist mittlerweile richtig am Dampfen. Weiterlesen

Der blau-gelbe Geduldsfaden

Beitrag von Moritz Fischer | Kategorie: Lage der Eintracht

Innerhalb von nur anderthalb Wochen hat unsere Eintracht nun schon die ersten drei Spiele in der dritten Liga bestritten. Die (An)Spannung war groß und die Vorfreude ebenfalls, schließlich wurden trotz des Abstiegs wieder knapp 13.000 Dauerkarten verkauft, sodass es selbst gegen den FSV Zwickau am Dienstagabend über 17.000 Menschen ins Eintracht-Stadion zog. Das sind Zahlen, auf die man durchaus stolz sein kann und die symbolisieren, wie leicht diese Stadt für ihren Verein zu begeistern ist. Weiterlesen

I hope we have a little bit lucky

Beitrag von Rainer Rex | Kategorie: Just one before I die

Unserer Kolumnist Rainer ist zurück aus der Sommerpause, will immer noch einen Titel und hat daher kurzfristig nur eine Frage, die das ganze Braunschweiger Land bewegt: Steigen wir auf? Und glaubt mir, die Antwort wird euren Blick auf die Saison verändern.

I hope we have a little bit lucky…

Mit ein bisschen Glück geht alles, das Englisch von Lothar Matthäus wird besser und wir gewinnen vielleicht eines Tages einen Titel. Nur haben die DFB-Götter vor den Titel den Aufstieg gesetzt. Wobei das nicht ganz richtig ist, schließlich kann man ja als unterklassiger Club den DFB-Pokal gewinnen. Der Gedanke an unterklassige DFB-Pokalsieger ist jedoch äußerst schmerzhaft und soll daher heute nicht weiter ausgeführt werden.

Ernüchterung macht sich jedoch breit, wenn man unsere Aufstiegschancen betrachtet. Zunächst einmal die Möglichkeit, die Chance genau zu berechnen. Jeder, der sagt er könne das genau berechnen, ist nämlich einmalig clever oder ein Scharlatan (wobei die Betonung auf genau liegen sollte). Dies sollte im Übrigen niemanden diskreditieren, der den Aufstieg als Ziel ausgibt. Man kann ja schließlich auch Ziele ausgeben, deren Eintrittswahrscheinlichkeit man nicht kennt. Nur sollte man auf halber Strecke daran denken, wenn man die Performance des Trainers bewertet.

Aber kommen wir zurück zum Scharlatan. Anhängig von eurer Wohnsituation ist der erste potentielle Scharlatan, dem ihr morgen begegnet, der Buchmacher um die Ecke. Der will nur euer Bestes, nämlich euer Geld. Sofern er nicht im Cafe King residiert ist auch sein Problem, dass er den Ausgang der Spiele nicht kennt. Da er aber zwischendurch auch mal Wett-Gewinne auszahlt, hält er sich zumindest für clever. Als Scharlatan wäre er schnell pleite. Um dauerhaft zu überleben, gibt er euch für euren Einsatz eine Quote, die augenscheinlich die Wahrscheinlichkeit des Ereignisses wiederspiegelt. Er macht damit genau das gleiche wie der Mathematiker eurer Versicherung, nur mit schlechterer gesellschaftlicher Anerkennung.

Und jetzt haltet euch fest, die Quote auf einen Aufstieg der Eintracht liegt bei 4.25. Sprich, wer 100 Euro auf die Eintracht setzt, kriegt im Falle des Aufstiegs 425 Euro zurück. Da der Buchmacher noch eine Marge hat, kalkuliert er also mit einer Wahrscheinlichkeit des Aufstiegs von ca. 20%. In Worten: zwanzig Prozent Aufstiegswahrscheinlichkeit. Und wer jetzt schon denkt wir sind im Arsch: Menschen überschätzen geringe Wahrscheinlichkeiten. War bis eben die Gefühlslage davon bestimmt, dass ein verpasster Aufstieg unwahrscheinliches Pech wäre, muss man jetzt davon ausgehen, dass der Aufstieg ein unwahrscheinliches Glück wäre. Selbst wenn die Chance in Wahrheit doppelt so hoch wäre, wie vom Buchmacher prognostiziert, wäre sie immer noch unter 50%. Wir sind also nicht im Arsch, wir sind richtig im Arsch.

Wie sicher ist jetzt die Berechnung des Buchmachers? Nun, zunächst einmal hängt sein Gewinn davon ab. Er steckt also eine Menge Energie in die Berechnung dieser Wahrscheinlichkeit und wer immer das besser kann, sollte Buchmacher oder Profi-Wetter werden. Ihr lacht, denn die „Profi-Wetter“ die ihr kennt sind wohl eher spielsüchtig. Es gibt den Beruf aber wirklich. Sein bekanntester Vertreter heißt Matthew Benham, der ist damit Millionär geworden und hat einen dänischen Dorfverein mit statistischen Methoden zur Meisterschaft gebracht. Das heißt es gibt noch Hoffnung für unsere Eintracht und dass der Buchmacher sich mit seiner Aufstiegs-Quote verrechnet hat.

Nächste Woche dann mehr zu Fehlern und Unsicherheiten des Buchmachers und einer etwas anderen Betrachtung unserer Aufstiegschance. Und bis dahin: vielleicht lebt es sich mit etwas Unsicherheit in Sachen Aufstieg ja auch ganz gut. Denn wer war noch mal letztes Jahr Favorit auf den Bundesliga-Aufstieg?

 

Wir bringen wieder Farbe ins Spiel, unser Gelb und unser Blau

Beitrag von Moritz Fischer | Kategorie: Lage der Eintracht

Die Stimmung im Team ist gut. Der zukünftig jüngste Kader der 3. Liga scheint hungrig und motiviert zu sein. „Aus den wildesten Fohlen werden die besten Pferde“ lautet ein dänisches Sprichwort. Sollte dem so sein, stünde uns eine ziemlich rosige Zukunft bevor. Die Stimmung im Team gleicht einer unaufgeregten Doku-Soap, in der alle gut drauf sind. So wie GZSZ ohne schlechte Zeiten, denn die haben wir nun endgültig mit dem Abstieg hinter uns gelassen und stehen vor einer spannenden Spielzeit, die man ruhigen Gewissens durchweg positiv angehen kann. Weiterlesen

Warum der Dauerkartenpreis unsozial ist

Beitrag von Rainer Rex | Kategorie: Just one before I die

Eins vorweg, inwieweit der Dauerkartenpreis fair ist, ist mir relativ egal. Wie ihr wisst, geht es mir ausschließlich darum einen Titel mit unserer Eintracht zu gewinnen. Daher betrachte ich den Dauerkartenpreis ausschließlich vor dem Hintergrund, die Einnahme hieraus zu maximieren. Geld schießt halt doch irgendwie Tore. En passant ist mir dabei jedoch aufgefallen, dass bei der Preisgestaltung eine bedeutende Ineffizienz vorliegt, welche die meisten Beobachter als unsozial betrachten würden. Weiterlesen